Gedichte!
Zurück

 

 

Auf dieser Seite habe ich für Euch ein paar meiner Gedichte  zusammengestellt. Ich hoffe, es gefällt Euch!

Sorry wenn es mit der Einteilung Probleme gibt, versuche es in den Griff zu bekommen ;-)

Traum

Im Dunkel
mit Menschen gelebt
die
am Tag
an der Nacht
zweifeln
lassen.

Hans Löffler

 

Das Meer

Raum und Zeit
in Horizonten
die Sonne
teilend
endend in runden
weichen
Steinen.

Hans Löffler



 

Wer an sein Hasenherz nicht glaubt,
der wird sein Löwenherz nie kennenlernen
in meiner Brust sind die beiden alte Bekannte
wer nicht die Güte aufbringt
zu verlassen,
wo nicht mehr Liebe ist,
noch Sinn zu bleiben
der nimmt in Kauf die Grausamkeit
da bist du nun und denkst dich weg und träumst dich sonstwohin
und bleibst
und bist nichts mehr und hast nichts mehr
ich fange an, die Abschiede meines Lebens
so großartig zu sehen, wie jeden Beginn

Gisela Steineckert


 

Diese Sekunde
als ich nach deiner Hand griff
bescheiden
sichere Geste gewohnt
hast du sie übersehen
so viele Schritte auf Mondland
wie soll ich zurück

Gisela Steineckert

 

Selbstlos

Ich weiß nicht so genau
was ich will.
Dann spür ich nicht so genau
was mir fehlt.
Wie praktisch!

Jochen Mariss

 

Der Winter,
das ist auch nur eine Erfindung von Leuten,
die sowieso friern.

Gisela Steineckert


Wenn meine Seele sich bewölkt,
verschließe ich die Augen,
anstatt zu regnen,
bis mein Lachen wieder scheint.

Jochen Mariss


 

Zuversicht

Manchmal
fühle ich mich wie ein Baum,
von dem fast alle Blätter
gefallen sind,
aber jetzt macht es mir
keine Angst mehr,
weiß ich doch,
um meine Kraft
neue Blätter zu treiben.

Kristiane Allert-Wybranitz


Tu was

Du kommst nirgendwo an, wenn du nicht los gehst.
Dir öffnet sich keine Tür
wenn du nicht anklopfst
- wenn du auch tausend mal davon sprichst.
Tu was!

Kristiane Allert-Wybranitz

 

Die Grenze meines Ich bist Du
und wird sein der Tod
an den ich anfang gelassen zu denken
Angst habe ich vorm Sterben
weiß, ich werde
mir vorm Loslassen nichts schenken
das macht dann noch einmal Kerben.

Gisela Steineckert

 

Freundesland

Du bist ein Baum,
der Wurzeln schlägt
in meinem Boden,
die Erde,
die mich hält,
wenn ich entwurzelt bin,
ein See,
in welchen
meine Tränen münden,
ein Fluß,
der sich ergießt
in meine Wüste.

Du bist für mich Insel
im wogenden Meer,
Gestrandeter
an meinem Ufer.

Jochen Mariss




Beziehungsweise

Ist es denn nicht möglich, sich täglich nahe zu sein,
ohne alltäglich zu werden -
voneinander enfernt zu sein, ohne sich zu verlieren...?

Beziehungsweise
sich maßlos zu lieben ohne sich lieblos zu maßregeln -
einander gewähren zu lassen, ohne die Gewähr zu verlieren...?

Beziehungsweise
einander sicher zu sein, ohne sich abhängig zu machen -
einander Freiheit zu gewähren, ohne sich unsicher zu werden...?

Beziehungsweise...

Jochen Mariss

 

Was es ist

Es ist Unsinn sagt die Vernunft
Es ist was es ist sagt die Liebe
Es ist Unglück sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos sagt die Einsicht
Es ist was es ist sagt die Liebe
Es ist lächerlich sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich sagt die Erfahrung
Es ist was es ist sagt die Liebe

Erich Fried



Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!